Der frühere Formel-1-Pilot und spätere Paralympics-Athlet Alex Zanardi ist im Alter von 59 Jahren verstorben.
Der Italiener war eine der beliebtesten Persönlichkeiten des Motorsports und nahm in den 1990er Jahren an 41 Grands Prix in der Formel 1 mit Jordan, Minardi, Lotus und Williams teil.
Seine erfolgreichste Zeit hatte er 1993 und 1994 mit Lotus – der Italiener erreichte in Brasilien einen Karriere-Bestwert mit einem sechsten Platz.
Er gewann zwei IndyCar-Titel – doch bei einem zweiten Einsatz in der Serie im Jahr 2001 erlitt er einen schweren Unfall auf dem Hochgeschwindigkeitskurs Lausitzring in Deutschland.
Zanardi überlebte, aber erst nachdem ihm beide Beine amputiert wurden – eines am Knie, eines an der Hüfte.
Weniger als zwei Jahre nach diesem Unfall kehrte der Italiener in den Rennsport zurück und nahm in einem speziell angepassten Auto an der Tourenwagen-Europameisterschaft teil. Er stieg in die Tourenwagen-Weltmeisterschaft auf und kehrte anschließend auf die oberste Stufe des Podiums zurück.

Neben seinen Rennsport-Erfolgen begann Zanardi mit dem Handbiken. Er trat bei den Paralympics 2012 und 2016 für Italien an und gewann vier Gold- und zwei Silbermedaillen.
Die Rennsport-Ikone erlitt 2020 bei einem Verkehrsunfall in Italien, während er mit seinem Handbike in Siena in Norditalien unterwegs war, schwere Verletzungen.
Der Präsident und CEO der Formel 1, Stefano Domenicali, würdigte seinen Freund und Landsmann mit den Worten: „Ich bin zutiefst betroffen vom Tod meines lieben Freundes Alex Zanardi.“
„Er war ein wahrhaft inspirierender Mensch, sowohl als Mensch als auch als Sportler. Seine außergewöhnliche Stärke werde ich immer in mir tragen.“

„Er stellte sich Herausforderungen, die jeden anderen zum Aufgeben gebracht hätten, doch er blickte stets nach vorne, immer mit einem Lächeln und einer hartnäckigen Entschlossenheit, die uns alle inspirierte.“
„Obwohl sein Verlust schmerzlich ist, bleibt sein Vermächtnis stark.“
„In dieser Zeit sind meine aufrichtigen Gedanken und tiefsten Beileidsbekundungen bei seiner Frau Daniela, seinem Sohn Niccolò, dem Rest der Familie und all jenen, die das Privileg hatten, ihn zu kennen.“